Altersversorgung - gesetzliche und private Altersvorsorge
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Andere Vorsorgesysteme in anderen Ländern - Überblick

In der Bundesrepublik Deutschland basiert die Altersrente auf dem Drei-Säulen-System. Die "Hauptlast" trägt dabei die gesetzliche Rentenversicherung, zudem besteht die Möglichkeit eine betriebliche Altersvorsorge und eine private Altersvorsorge in Anspruch zu nehmen. Das System der gesetzlichen Rentenversicherung funktioniert in Deutschland nach dem Umlageprinzip. Das bedeutet, von den Beiträgen der jetzigen Arbeitnehmer und Einzahler in die Rentenversicherung erhalten die derzeitigen Pensionäre ihre Rente. Da es jedoch immer mehr Rentner und immer weniger einzahlenden Arbeitnehmer gibt, stellen viele Experten das System aufs heftigste in Frage. Bei Lösungsversuchen, das Rentensystem besser zu gestalten, dienen oftmals auch andere Staaten als Vorbilder. Daher soll im Folgenden ein kurzer Überblick darüber gegeben werden, wie die Vorsorgesysteme in anderen Ländern funktionieren und welche Besonderheiten diese aufweisen.

Rentensystem in der Schweiz


Die Schweiz weist beispielsweise auch heute noch ein sehr gut funktionierendes Rentensystem auf. Auch die Altersvorsorge in der Schweiz basiert auf dem gleichen Drei-Säulen-System, wie es in Deutschland der Fall ist. Dabei ist es vom Schweizer Staat so vorgesehen, dass die erste Säule - die staatliche Altersversicherung - die Existenz des Rentners im Ruhestand sichern soll. Die zweite und dritte Säule sollen dazu genutzt werden, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Ein großer Unterscheid zu deutschen Rentenversicherung besteht in der Schweiz zum Beispiel darin, dass nicht nur Arbeitnehmer in die staatliche Altersversicherung einzahlen, sondern auch Beamte, Selbstständige und Politiker, welche dann auch im Alter Leistungen aus der Rentenversicherung erwarten können. Es besteht also ein viel größerer Kreis an Pflichtversicherten, da in Deutschland die Beamten und Selbstständigen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (müssen). Auch in der betrieblichen Pensionskasse sind die Arbeitnehmer in der Schweiz obligatorisch versichert, während man in Deutschland die betriebliche Altersvorsorge eher auf freiwilliger Basis betreibt. Die Finanzierung der staatlichen Rentenversicherung wird in der Schweiz ähnlich wie in Deutschland vorgenommen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen allerdings insgesamt nur 9,8 Prozent vom Bruttoeinkommen in die Rentenkasse ein, wobei der Betrag jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer übernommen wird. Damit liegt der Beitragssatz nur rund halb so hoch, wie in Deutschland mit einem Satz von 19,9 Prozent. Selbstständige zahlen in der Schweiz einen Beitragssatz von 9,20 Prozent von ihrem Einkommen. Auch in der Schweiz funktioniert das Rentensystem nach dem Umlageverfahren, d.h., die Einnahmen auf der einen Seite sollen die Ausgaben auf der anderen Seite jedes Jahr decken. In der Schweiz beginnt die Altersrente nach wie vor für Männer mit Vollendung des 65. und für Frauen mit Vollendung des 64. Lebensjahres. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in der Schweiz eine Mindestrente. Diese beträgt zur Zeit 1.005 Schweizer Franken. Zudem gibt es eine beitragsabhängige Höchstrente von zur Zeit 2.010 Schweizer Franken. Durch dieses System wird gewährleistet, dass die Kluft zwischen einer geringen und einer hohen Rente bei weitem nicht so hoch ist, wie es im deutschen Rentensystem der Fall ist.

Rentensystem Dänemark

Grundsätzlich sind die Rentenversicherungssysteme in den europäischen Nachbarstaaten relativ ähnlich, so auch in Dänemark. Allerdings sind die dortigen Renten zum einen deutlich sicherer als in Deutschland, zum anderen ist der Beitragssatz auch wesentlich geringer als hierzulande. In Dänemark gibt es die so genannte Folkepension (Volkspension). Diese ist allerdings im großen Unterschied zu Deutschland voll steuerfinanziert. Zudem gibt es eine gesetzliche Mindestente. Die Beiträge zur Rentenversicherung werden in Dänemark nicht vom Bruttoeinkommen des Angestellten in Form von Sozialabgaben abgezogen und sind zudem weitaus geringer als die insgesamt 19,9 Prozent Rentenversicherungsbeitrag hierzulande. Die Rente in Dänemark wird also vollständig aus den Steuern finanziert, der Beitragssatz beträgt hier lediglich 3,5 Prozent des Bruttogehaltes. Geradezu paradiesisch ist die Tatsache, dass der volle Rentenanspruch in Dänemark bereits ab 40 Jahren vorliegt, in denen man im Lande gewohnt hat. Dabei spielt keine Rolle, ob man während dieser Zeit beschäftigt war oder nicht. Ferner erfolgt in Dänemark eine automatische Rentenanpassung an die Preisentwicklung (Inflation) und muss nicht erst wie in Deutschland über Beschlüsse der Politik festgelegt werden. Man sollte auch einen Vergleich der Rentenversicherungen anstreben, um die beste für sich zu finden. Das gilt im übrigen auch für den Vergleich Krankenversicherung.